Welche Regeln für ein erfolgversprechendes Vorgehen bei der Einführung von ESNs gibt es (dos and don‘ts)?

Einführung von ESN zur Vernetzung von Engpasskompetenzträgern
Im Rahmen der Kompetenzentwicklung in Unternehmen spielen sogenannte Enterprise Social Networks (ESN) eine immer größere Rolle (Aral et al. 2013; Bharadwaj et al. 2013; von Krogh 2012). Sie bieten vielfältige Möglichkeiten zur Vernetzung von Engpasskompetenzträgern, zum Austausch von Wissen und zur digitalen Zusammenarbeit (Richter 2014). Daher haben in den letzten Jahren immer mehr Unternehmen begonnen solche Werkzeuge nicht nur zu erproben sondern auch produktiv zu nutzen (Agarwal et al. 2008; Faraj et al. 2011; Haefliger et al. 2011). So ergab beispielsweise eine Befragung unter 213 deutschen Unternehmen, dass 69% der befragten Unternehmen Wikis und 39% Social Networks täglich zur Zusammenarbeit verwenden (Richter 2014).

Im Beitrag „Einführung von Enterprise Social Networks (ESN) zur Vernetzung von Engpasskompetenzträgern – Regeln für ein erfolgversprechendes Vorgehen“ wird eine umfassende Übersicht über Erfolgsfaktoren und Erfolgsmessung dargelegt, die im Laufe des gesamten Prozesses der ESN-Einführung zentral sind. Nicht in jeder Phase sind alle im Projekt beteiligten Stakeholder gleichermaßen involviert. Die nachfolgende Grafik zeigt in welcher Phase welche Stakeholder in welcher Art und Weise zu einer erfolgreichen Einführung beitragen können. So haben z.B. die Nutzer die Möglichkeit im Pilotbetrieb das System zu testen. Die Unternehmenskommunikation ist angeraten die Nutzer und andere Beteiligte über den gesamten Prozess hinweg zu informieren. Alle in dieser Grafik aufgezeigten Aktivitäten sind zwar keine Pflichtaufgaben, sie tragen aber ungemein zum Projekterfolg bei.

Die Autoren führen aus, welches die zentralen Herausforderungen in den drei klassischen Dimensionen Mensch, Organisation und Technik sind und welche Stellschrauben es dazu im Unternehmen zu justieren gilt. Eine wichtige Rolle spielen Führungskräfte, die Unternehmenskommunikation sowie dedizierte Community Manager. Die Unternehmen sollten diese Herausforderungen proaktiv angehen und sich schon im Vorfeld Gedanken zu den aufkommenden Fragen und der Messung des Erfolges machen.

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Continuous Improvement Network (CIN) bei Sartorius
Im Rahmen des Forschungsprojekts ChampNet hat Sartorius ein globales KVP-Netzwerk (Continuous Improvement Network CIN) zur Förderung der Entwicklung und des Austausches von Best Practices bei KVP-Methoden aufgebaut. Eine Evaluation dieses Netzwerkes durch eine Onlineumfrage unter den Nutzern zeichnet dabei ein sehr positives Bild der Community (n=12) :

Ein wesentliches Ziel der Community ist es, die Kommunikation und Vernetzung von Lean-Experten zu fördern. Aus den Umfrageergebnissen geht hervor, dass die Plattform insbesondere zum Austausch von Informationen und Ideen genutzt wird. Sie erleichtert die Kommunikation über internationale Standorte hinweg. Auch das Auffinden und in Kontakt kommen mit Experten und anderen interessierten Mitarbeitern wird als sehr nützliche Eigenschaft der Plattform angegeben.

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Unterstützung der Kompetenzvernetzung durch Enterprise Social Networks (ESN) – Ansatzpunkte und Grenzen